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Eigentümer Briefing · KW 28

Was Eigentümer & Verkäufer diese Woche wissen sollten

Beim neuen Heizungsgesetz zeichnet sich ein neuer Zeitplan ab, bei der KfW-Förderung gibt es weiterhin attraktive Zuschüsse, und die Bauzinsen bleiben stabil. Die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Woche im Überblick.


Gesetzgebung

Neues Heizungsgesetz startet voraussichtlich erst im November

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das das bisherige „Heizungsgesetz“ ablösen soll, kommt später als geplant: Statt zum 1. Juli verschiebt sich das Inkrafttreten nach aktuellem Stand voraussichtlich auf den 1. November 2026. Der Bundestag berät den Entwurf über den Sommer, der Bundesrat ist anschließend im Oktober an der Reihe. Inhaltlich bleibt es beim Kurs: mehr Technologieoffenheit, Wegfall der starren 65-Prozent-Vorgabe, Gas- und Ölheizungen bleiben grundsätzlich zulässig.

Was das für Sie heißt: Wer einen Heizungstausch plant, hat weiter Zeit – und sollte den endgültigen Gesetzestext abwarten. Wichtig: Förderungen gibt es schon heute.


Förderung

KfW-Heizungsförderung: bis zu 70 Prozent Zuschuss

Für den Einbau einer neuen, klimafreundlichen Heizung fördert die KfW (Programm 458) private Eigentümer mit einem Zuschuss von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Er setzt sich zusammen aus Grundförderung (30 %), einem Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch alter Öl- oder Gasheizungen (+20 %, befristet), einem Einkommensbonus (+30 % bei Haushaltseinkommen unter 40.000 €) und einem Effizienzbonus für Wärmepumpen (+5 %). Bei Einfamilienhäusern sind Kosten bis 30.000 € förderfähig. Wichtig: Antrag über das KfW-Portal „Meine KfW“ und vor Beauftragung des Handwerksbetriebs.

Was das für Sie heißt: Eine geförderte, moderne Heizung senkt die Energiekosten und steigert den Immobilienwert. Reihenfolge beachten: erst Antrag, dann Auftrag.


Finanzierung

Bauzinsen bleiben stabil rund um 3,7 Prozent

Nach dem Auf und Ab der letzten Monate zeigen sich die Bauzinsen zuletzt stabil. Anfang Juli lagen die besten Konditionen für zehnjährige Darlehen bei etwa 3,7 Prozent, für längere Zinsbindungen von 20 Jahren um die 4 Prozent. Die Bauzinsen hängen stärker von den Renditen langfristiger Staatsanleihen ab als direkt vom EZB-Leitzins. Die nächste EZB-Entscheidung fällt am 23. Juli 2026.

Was das für Sie heißt: Ein berechenbares Zinsniveau gibt Käufern Planungssicherheit – gute Voraussetzungen für einen Verkauf in den kommenden Monaten.


Markt

Keine Immobilienblase – Nachfrage zieht wieder an

Ein abrupter Preiscrash gilt unter Fachleuten als unwahrscheinlich: Nach dem Preisrückgang der Jahre 2022 bis 2024 haben sich viele Märkte stabilisiert, in gefragten Lagen ziehen die Preise wieder leicht an. Die Nachfrage nimmt 2026 spürbar zu – auch, weil die Mieten stärker steigen als die Kaufpreise und viele Menschen den Schritt ins Eigentum prüfen. Regionale Unterschiede bleiben groß.

Was das für Sie heißt: Wer in einer gefragten Lage verkauft, kann derzeit gute Preise erzielen. Entscheidend ist eine realistische, marktgerechte Bewertung.

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